Aventin Blog: Fuchs
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Montag, 13. Juni 2016

Der Fuchs und der Storch | Persönliche Interessen | Fabel von Lessing

 

"Erzähle mir doch etwas von den fremden Ländern, die du alle schon gesehen hast", sagte der Fuchs zu dem weit gereisten Storch. 

Daraufhin fing der Storch an weitläufig auszuholen mit seiner Erzählung und jede Lache und jede feuchte Wiese zu benennen, wo er die schmackhaftesten Würmer und die fettesten Frösche gefunden und verspeist hätte. 

Der Fuchs war darüber nicht sehr erfreut und ging seines Weges mit den Abschiedsworten: "wie schön für dich". 

Lehre: 
Jedem Tierchen sein Plaisierchen!






Montag, 29. Februar 2016

Vom Esel, vom Fuchs und vom Löwen | Falschheit und Verrat | Fabel von Aesop


Ein Esel und ein Fuchs lebten lange freundschaftlich zusammen und gingen auch miteinander auf die Jagd. Auf einem ihrer Streifzüge kam ihnen ein Löwe so plötzlich in den Weg, dass der Fuchs fürchtete, er könne nicht mehr entfliehen. Da nahm er zu einer List seine Zuflucht. Mit erkünstelter Freundlichkeit sprach er zum Löwen: "Ich fürchte nichts von dir, großmütiger König! Kann ich dir aber mit dem Fleische meines dummen Gefährten dienen, so darfst du nur befehlen." Der Löwe versprach ihm Schonung, und der Fuchs führte den Esel in eine Grube, in der er sich fing. Brüllend eilte nun der Löwe auf den Fuchs zu und ergriff ihn mit den Worten: "Der Esel ist mir gewiss, aber dich zerreiße ich wegen deiner Falschheit zuerst." 

Lehre:
Man liebt den Verrat, aber hasst den Verräter.





Montag, 22. Februar 2016

Der Fuchs und der Bock | Von unüberlegtem Handeln | Fabel von Aesop

Ein Bock und ein Fuchs gingen in der größten Hitze miteinander über die Felder und fanden, von Durst gequält, endlich einen Brunnen, jedoch kein Gefäß zum Wasserschöpfen. Ohne sich lang zu bedenken, sprangen sie, der Bock voraus, hinunter und stillten ihren Durst. 

Nun erst begann der Bock umherzuschauen, wie er wieder herauskommen könnte. Der Fuchs beruhigte ihn und sagte: "Sei guten Muts mein Freund, noch weiß ich Rat, der uns beide retten kann! Stelle dich auf deine Hinterbeine, stemme die vorderen gegen die Wand und recke den Kopf recht in die Höhe, dass die Hörner ganz aufliegen, so kann ich leicht von deinem Rücken hinausspringen und auch dich retten!" 

Der Bock tat dies alles ganz willig. Mit einem Sprung war der Fuchs gerettet und spottete nun des Bocks voll Schadenfreude, der ihn hingegen mit Recht der Treulosigkeit beschuldigte. Endlich nahm der Fuchs Abschied und sagte: "Ich sehe schlechterdings keinen Ausweg zu deiner Rettung, mein Freund! Höre aber zum Dank meine Ansicht: Hättest du so viel Verstand gehabt als Haare im Bart, so wärest du nie in diesen Brunnen gestiegen, ohne auch vorher zu bedenken, wie du wieder herauskommen könntest!" 

Lehre:
Bedenke vorher was du tust.

Und die Moral von der Geschicht:
Schlechte Gesellschaft führt ins Elend.





Montag, 11. Januar 2016

Der Fuchs und der Storch ⋅ Goldene Regel ⋅ Fabel von Aesop


Ein Fuchs hatte einen Storch zu Gast gebeten, und setzte die leckersten Speisen vor, aber nur auf ganz flachen Schüsseln, aus denen der Storch mit seinem langen Schnabel nichts fressen konnte. Gierig fraß der Fuchs alles allein, obgleich er den Storch unaufhörlich bat, es sich doch schmecken zu lassen. 

Der Storch fand sich betrogen, blieb aber heiter, lobte außerordentlich die Bewirtung und bat seinen Freund auf den andern Tag zu Gast. Der Fuchs mochte wohl ahnen, dass der Storch sich rächen wollte, und wies die Einladung ab. Der Storch ließ aber nicht nach, ihn zu bitten, und der Fuchs willigte endlich ein. 

Als der Fuchs nun anderen Tages zum Storch kam, fand er alle möglichen Leckerbissen aufgetischt, aber nur in langhalsigen Geschirren. "Folge meinem Beispiele", rief ihm der Storch zu, "tue, als wenn du zu Hause wärest." Und er schlürfte mit seinem Schnabel ebenfalls alles allein, während der Fuchs zu seinem größten Ärger nur das Äußere der Geschirre belecken konnte und nur das Riechen hatte. 

Hungrig stand er vom Tisch auf und gestand zu, dass ihn der Storch für seinen Mutwillen hinlänglich gestraft habe. 

Lehre:
Was du nicht willst, dass man dir tu', das füg' auch keinem anderen zu.







Montag, 14. Dezember 2015

Der Fuchs und der Waldarbeiter • Rechtschaffenheit • Fabel von Aesop


Ein vor Jägern fliehender Fuchs fand, nachdem er lange in der Wildnis herumgelaufen war, endlich einen Waldarbeiter und bat denselben inständig, ihn doch bei sich zu verbergen. Dieser zeigte ihm seine Hütte, worauf der Fuchs hineinging und sich in einem Winkel versteckte. 

Als die Jäger kamen und sich bei dem Manne erkundigten, so versicherte dieser zwar durch Worte, er wisse nichts, deutete aber mit der Hand nach dem Orte hin, wo der Fuchs versteckt war. Allein die Jäger hatten nicht darauf geachtet und entfernten sich sogleich wieder. 

Wie nun der Fuchs sie fortgehen sah, ging er wieder  aus der Hütte heraus, ohne etwas zu sagen. Als der Waldarbeiter ihm Vorwürfe machte, dass er ihm, durch den er doch gerettet worden sei, keinen Dank bezeuge, drehte sich der Fuchs nochmals um und sprach: "Ich wüsste dir gerne Dank, wenn die Werke deiner Hand und deine Gesinnung mit deinen Reden im Einklang ständen." 

Lehre:
Diese Fabel geht jene an, welche zwar die Rechtschaffenheit im Munde führen, deren Taten  jedoch das Gegenteil bezeugen.






Montag, 30. November 2015

Der Löwe, der Bär und der Fuchs • Streit • Fabel von Aesop

Ein Fuchs war einmal auf Jagd gegangen, einen guten Bissen zu erbeuten. Er war noch nicht lange unterwegs, als er ein lautes Streiten vernahm. Ein Bär schlug mit seinen Tatzen nach einem Löwen und fauchte ihn wütend an: "Ich war der erste beim Lamm. Die Beute gehört mir, ich habe das Tier gefangen." "Nein!" brüllte der Löwe zornig zurück. "Du lügst! Ich war als erster hier, und darum gehört die Beute mir." Er wehrte sich kräftig und schnappte mit seinen scharfen Zähnen nach dem Fell des Bären. 

Der Löwe und der Bär kämpften verbissen miteinander. Dem Fuchs erschien der Kampf endlos zu sein. Nicht weit entfernt lag die Streitbeute achtlos am Boden und er musste sich zusammenreißen, dass er sich nicht gleich auf das tote Lamm stürzte. Aber er war klug und sagte sich: "Sind die Streitenden erst erschöpft, dann können sie mir nichts mehr anhaben." 

Als der Bär und der Löwe nach unerbittlichem Kampf endlich kraftlos zusammenbrachen, waren sie tatsächlich nicht mehr fähig, sich zu rühren. Der Fuchs schritt nun furchtlos an ihnen vorbei und holte sich gefahrlos das gute Stück. Er verneigte sich noch höflich und sagte: "Danke, meine Herren, sehr freundlich, wirklich sehr freundlich!" Lachend zog er mit seinem guten Beutestück ab.

Lehre:
Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.





Dienstag, 26. Mai 2015

Der Löwe und der Fuchs • Verräterische Spuren • Fabel Babrios

Der Löwe war alt geworden und so entkräftet, dass er nicht mehr zur Jagd ausziehen konnte. Wie ein Kranker lag er in seiner Felsenhöhle, keuchte, als wäre es schlecht mit ihm bestellt, und tat, als könne er nur ganz leise sprechen. Zu allen Tieren kam die Botschaft von der Krankheit des Königs, und in ihrer Betrübnis eilten sie herbei, um ihn zu besuchen. Wie sie aber so einzeln in seine Höhle kamen, packte sie der Löwe und fraß sie auf, sodass es ihm trotz seinem Alter recht wohl erging. 

Auch der schlaue Fuchs kam zur Löwenhöhle, aber er durchschaute den Löwen, blieb am Eingang stehen und fragte teilnahmsvoll: "Wie geht es dir, mein König?" Der Löwe hieß ihn willkommen und nannte ihn seinen Liebling, den er von allen Tieren am meisten schätze. "Aber tritt doch ein", fuhr er fort, "komm doch und heitere mich mit deinen Scherzen auf - es geht mit mir zu Ende!" - "Mögest du doch genesen!" wünschte ihm der Fuchs. "Mir aber verzeihe, wenn ich mich entferne. Ich sehe hier die Spuren so vieler Tiere, die in deine Höhle führen; zeige mir doch eine, die aus deiner Höhle wieder herausführt!" 







Montag, 4. Mai 2015

Der Fuchs und die Statue • Bildung • Fabel von Aesop

Ein Fuchs betrachtete in der Werkstätte eines Bildhauers mit Entzücken verschiedene schöne Statuen. Besonders gefiel ihm eine derselben wegen ihrer vorzüglichen Arbeit und Schönheit. Er untersuchte sie endlich näher und bemerkte nicht das geringste Zeichen von Leben oder Verstand. "Oh!" rief er aus, "wie schade ist, dass ein so schöner Kopf kein Gehirn hat!" 




Die Bildung des Geistes gibt erst 
der Schönheit des Körpers einen Wert.






Donnerstag, 26. März 2015

Hund und Fuchs • Streit um die Wurst • Fabel aus Korea

Ein Hund und ein Fuchs erblickten gleichzeitig eine schöne große Wurst, die jemand verloren hatte, und nachdem sie eine Weile unentschieden darum gekämpft hatten, kamen sie überein, mit der Beute zum klugen Affen zu gehen. Dessen Schiedsspruch sollte gültig sein. Der Affe hörte die beiden Streitenden aufmerksam an. Dann fällte er mit gerunzelter Stirn das Urteil: "Die Sachlage ist klar. Jedem von euch gehört genau die halbe Wurst!" Damit zerbrach der Affe die Wurst und legte die beiden Teile auf eine Waage. Das eine Stück war schwerer. Also biss er hier einen guten Happen ab. Nun wog er die Stücke von neuem. Da senkte sich die andere Schale; happ-schnapp, kürzte er auch diesen Teil. Wiederum prüfte er sie auf Gleichgewicht, und nun musste wieder die erste Hälfte ihr Opfer bringen. So mühte der Affe sich weiterhin, jedem sein Recht zu schaffen. Die Enden wurden immer kleiner und die Augen von Hund und Fuchs immer größer. Schließlich, rutsch-futsch! war der Rest hier und dort verschlungen. Mit eingeklemmten Ruten schlichen Hund und Fuchs in verbissener Wut davon. In gehöriger Entfernung fielen sie übereinander her und zerzausten sich. Die Fabel lehrt: Hüte das Deine, lass jedem das Seine! (Korea)







Dienstag, 10. März 2015

Vom Fuchs und vom Esel im Löwenfell • Fabel von Aesop

Ein Esel warf einmal ein Löwenfell um sich her, lustwandelte mit stolzen Schritten im Wald und schrie sein 'IA IA' aus allen Kräften, um die andern Tiere in Schrecken zu setzen. Alle erschraken, nur der Fuchs nicht. Dieser trat keck vor ihn hin und höhnte ihn: "Mein Lieber, auch ich würde vor dir erschrecken, wenn ich dich nicht an deinem 'IA' erkannt hätte. Ein Esel bist und bleibst du!" 

Mancher Einfältige in prächtigem Gewande würde mehr gelten, wenn er schwiege, denn: Mit Schweigen sich niemand verrät.





Mittwoch, 4. März 2015

Der Eber und der Fuchs ⋅ Die Vorbereitung ⋅ Fabel von Aesop


Ein Fuchs sah einen Eber seine Hauer an einem Eichstamm wetzen und fragte ihn, was er da mache, da er doch keine Not, keinen Feind vor sich sehe? "Wohl wahr", antwortete der Eber, "aber gerade deswegen rüste ich mich zum Streit; denn wenn der Feind da ist, dann ist es Zeit zum Kampf und nicht zum Zähnewetzen." 


Lehre:
Bereite dich im Glück auf das künftige Unglück vor; sammle und rüste dich in guten Tagen auf Schlimmeres. 





Dienstag, 10. Februar 2015

Der Löwe, der Esel und der Fuchs | Teilung der Beute | Aesop

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Der Löwe, der Esel und der Fuchs schlossen einen Bund und gingen zusammen auf die Jagd. Als sie große Beute gemacht hatten, befahl der Löwe dem Esel, er solle diese teilen. Der Esel machte darauf drei gleiche Teile und sagte dem Löwen, er möge sich seinen Teil selbst wählen. Der Löwe geriet darüber in Zorn und zerriss den Esel. 

Sodann verlangte der Löwe vom Fuchs, nun solle er teilen. Da schob der Fuchs fast die ganze Beute auf einen Haufen zusammen und ließ für sich selbst nur ein paar kleine Stücke übrig. Der Löwe lächelte zufrieden und fragte den Fuchs: "Nun sage, was hat dich gelehrt, so richtig zu teilen?" Der Fuchs antwortete: "Das Schicksal des Esels!" 

Lehre:
Gib dem Kaiser was des Kaisers, dem König was des Königs ist und dem Bettelmann einen Bettel!







Donnerstag, 5. Februar 2015

Der Adler und der Fuchs | Freundschaft | Fabel von Aesop

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Der Adler und der Fuchs hatten Freundschaft geschlossen und kamen überein, fortan als Nachbarn beieinander zu hausen; sie glaubten, das würde ihre Freundschaft festigen. Der Adler errichtete also seinen Horst im Wipfel eines hohen Baumes, und der Fuchs grub für seine Jungen einen Bau in einem Busch gleich darunter.

Einmal war nun der Fuchs auf die Jagd gegangen und dem Adler fehlte es an Nahrung für seine Kinder. Da schoss er herab in den Busch und raubte die kleinen Füchslein, die sie zusammen verzehrten. Als der Fuchs heimkam, musste er sehen, was geschehen war. Aber mehr noch als der Tod seiner Jungen schmerzte es ihn, dass er sich nicht rächen konnte. Denn wie sollte er wohl, der Erdgebundene, dem Vogel beikommen? Nur aus der Ferne konnte er seinen Feind verfluchen. 

Aber nicht lange darauf sollte es der Adler büßen, dass er die Freundschaft verraten hatte. Auf dem Felde opferten nämlich die Bauern eines Tages den Göttern eine Ziege. Da flog er hinzu und raubte von dem Altar weg ein Stück des Opfertieres. Dabei bemerkte er nicht, dass er auch ein glühendes Stück Holz mit fortschleppte. Kaum aber hatte er die Beute in seinen Horst gebracht, so sprang der Wind auf, um im Nu stand das Nest aus dürrem Reisig in hellen Flammen, und seine Jungen, die noch nicht flügge waren, stürzten halb verbrannt zu Boden. Da setzte der Fuchs heran und verschlang sie vor den Augen des Adlers, eines nach dem anderen.

Lehre:
Wahre Freundschaft hält ewig. Wer Unrecht sät, der wird Unglück ernten.





Montag, 26. Januar 2015

Der Löwe, der Wolf und der Fuchs | Gute Gesinnung | Fabel von Aesop

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Ein alter Löwe lag krank in seiner Höhle. Alle Tiere erschienen, um den König zu besuchen, nur der Fuchs nicht. Dies bot dem Wolf die Gelegenheit, den Fuchs bei dem Löwen zu verleumden. Er sagte dem Löwen, dass der Fuchs den Herrscher über alle Tiere nicht achte und deshalb nicht zu Besuch käme.

Mittlerweile war aber auch der Fuchs erschienen und hatte die letzten Worte des Wolfes noch vernommen. Der Löwe brüllte den Fuchs an. Der aber bat um Frist zu seiner Verteidigung und sprach: "Wer von allen hier Versammelten hat dir so viel genützt wie ich, der ich überall herumgegangen bin, um mir von einem Arzt ein Heilmittel für dich empfehlen zu lassen?" 

Als nun der Löwe befahl, dieses Heilmittel auf der Stelle zu nennen, antwortete der Fuchs: "Es besteht darin, dass du einem Wolf lebendig das Fell abziehst und dich darin hüllst, solange es noch ganz warm ist." Im Nu lag der Wolf niedergestreckt am Boden. 

Da sagte der Fuchs scheinheilig: "Man muss nicht üble, sondern gute Gesinnung bei den Herrschern erwecken." 

Lehre: 
Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein oder wer zuletzt lacht, lacht am besten.






Mittwoch, 9. Mai 2012

Vom Fuchs und vom Hahn | Reden ist Silber | Fabel von Aesop


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Ein hungriger Fuchs kam einstmals in ein Dorf und fand einen Hahn. Er sprach zu ihm: „Oh mein Herr Hahn, welche schöne Stimme hat dein Herr Vater gehabt! Ich bin zu dir gekommen, weil ich deine Stimme hören wollte. Ich bitte dich darum, dass du mir mit lauter Stimme etwas vorsingst, damit ich hören kann, ob du eine schönere Stimme hast als dein Vater.“

Sofort schwang der Hahn sein Gefieder und fing mit geschlossenen Augen an, auf das Lauteste zu krähen. Sogleich sprang der Fuchs auf, fing ihn und trug ihn in den Wald. Als der Bauer das gewahr wurde, lief er dem Fuchs nach und schrie: „Der Fuchs trägt meinen Hahn fort!“ Als der Hahn das hörte, sprach er zum Fuchs: „Hörst du, Herr Fuchs, was der grobe Bauer ruft? Sprich zu ihm: „Ich trage meinen Hahn und nicht den deinen fort.“

Da lies der Fuchs den Hahn aus dem Maul und sprach: „Ich trage meinen Hahn und nicht den deinen fort.“ Sogleich flog der Hahn auf einen Baum und sprach: „Du lügst, Herr Fuchs, du lügst, ich gehöre dem Bauern und nicht dir.“

Jetzt schlug sich der Fuchs selbst aufs Maul und sprach: „Oh du böses Maul, warum redest du so viel Unnützes? Hättest du jetzt nicht geredet, hätte ich meinen Raub nicht verloren."

Lehre:
Reden ist Silber - Schweigen ist Gold.






Sonntag, 16. Oktober 2011

Der Rabe und der Fuchs | Schmeichelei | Fabel von Phaedrus

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An einem Morgen saß ein Rabe mit einem gestohlenen Stück Käse im Schnabel auf einem Ast, wo er in Ruhe seine Beute verzehren wollte. Zufrieden krächzte der Rabe über seinen Käse. 

Dies hörte ein vorbei ziehender Fuchs. Er dachte nach, wie er an den Käse kommen könnte. Endlich hatte er eine hinterlistige Idee. Freundlich begann der Fuchs den Raben zu loben: „Oh Rabe, was bist du für ein wunderbarer Vogel! Wenn dein Gesang ebenso schön ist wie dein Gefieder, dann sollte man dich zum König aller Vögel krönen!“ 

Das schmeichelte dem Raben und das Herz schlug ihm vor Freude höher. Stolz riss er seinen Schnabel auf und begann zu krächzen. Dabei entfiel ihm das köstliche Stück Käse. Darauf hatte der Fuchs nur gewartet. Schnell schnappte er sich die Beute und machte sich gleich ans Fressen. Da rief der Rabe empört: „He, das war gemein!“ Doch der Fuchs lachte nur über den törichten Raben.

Lehre:
Hüte dich vor Schmeichlern und anderen Verführern, die nur ihren eigenen Vorteil im Sinn haben.








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